Trichterbrust (Pectus excavatum)
UPDATE 2026: Aktuelle Trichterbrustbehandlung
Die auch Trichterbrust, medizinisch als Pectus excavatum[1, 2] bezeichnet, hat je nach Ausprägung neben psychischen auch organische Probleme, die mit einer körperlichen Leistungseinschränkung einhergehen. Die immer wieder anzutreffende Meinung, dass es sich nur um ein kosmetisches Problem handelt, oder dass mit dem Wachstum eine „Selbstheilung“ zu erwarten ist, ist falsch. Die konservative Saugglockenbehandlung wurde innovativ durch Druck-Saugglockenbehandlung erweitert. Die minimal invasive, endoskopisch assistierte, Korrektur mit Metallimplantaten, die das Sternum in der angehobenen regulären Position halten, ist der „Golden Standard“. Die Implantat-Fixation erfolgt elastisch zwischen M. serratus anterior und M. latissimus dorsi, wodurch zum Beispiel bruchgefährdete percostale Drahtfixationen wegfallen. Bei gekreuzten Implantaten und mehrteiligen Implantaten z.B. mit aufgeschobenen Stabilisator-Laschen besteht das Risiko eines gesundheitsproblematischen Metallabriebs (!), was beim angewandten einteiligen PSI®-Implantat nicht der Fall ist. In bestimmten Situationen, zum Beispiel bei steifem Thorax, muss die Korrektur durch integrierte und ergänzende Operationsschritte (Sternumosteotomie, Rippenbogenmodellage, Rippenknorpelchondrotomie, anteriore mediastinale Mobilisation) erweitert werden. An der Wiener Privatklinik gibt es seit 2021 u.a. einen Behandlungsschwerpunkt für Thorax-Deformitäten, speziell eben auch für Trichterbrustpatienten.
UPDATE 2023: Trichterbrust (pectus excavatum)
In der Mehrzahl der Fälle entwickelt sich, besonders während der Pubertät, die gegenständliche trichterförmige Einsenkung der vorderen Brustkorbwand. Die Ursache liegt, im Rahmen des wachsenden Organismus, in einem ungenügend mechanisch festen Brustbein. In etwa 30% die Patienten findet sich ein Trichterbrust-Fall in der Verwandtschaft. Männer sind viermal häufiger betroffen als Frauen.
Einleitung: Trichterbrust (pectus excavatum)
Die typische Trichterbrust gehört zu den häufigsten Thoraxdeformitäten, die neben einem kosmetischen Aspekt auch die Herzleistung und die Atemmechanik einschränken. Der damit verbundene Leistungsknick kann sich erst im Erwachsenenalter bemerkbar machen. Knaben sind 3-4-mal so häufig betroffen wie Mädchen. Die Meinung, dass sich die „Trichterbrust auswächst“ oder mit „mangelhafter Ernährung“ (Vitamin D wir hier genannt) ist unzutreffend.

